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STADA enttäuscht mit Gewinnwarnung 29.09.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von STADA (ISIN DE0007251803 / WKN 725180) von "kaufen" auf "halten" herab.
Am 28. September habe STADA eine Ad hoc-Meldung veröffentlicht, wonach der Vorstand aufgrund von Liquiditätsproblemen serbischer Großhändler derzeit ertragsbelastende einmalige Sondereffekte in Höhe von insgesamt ca. 29,5 Mio. EUR vor Steuern erwarte, die im dritten Quartal 2010 ausgewiesen werden sollten. Offenbar betreffe der mit Abstand größte Einzelfall Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der serbischen STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D., Vrsac, gegenüber der serbischen Großhandelsgruppe Velefarm, an der Hemofarm - neben einer Beteiligung des serbischen Staats - eine Minderheitsbeteiligung halte.
Zur Sicherung dieser Forderungen sei gestern laut Angaben der Unternehmensleitung zwischen Hemofarm und Velefarm ein Restrukturierungsplan für die Velefarm-Verbindlichkeiten gegenüber Hemofarm unterzeichnet worden. Der Restrukturierungsplan solle Velefarm in die Lage versetzen, die noch ausstehenden Forderungen der Hemofarm schrittweise über mehrere Jahre zu begleichen.
Die Liquiditätsprobleme bei serbischen Großhändlern seien zwar nicht neu (in Q2/2010 habe STADA bereits bewusst auf 10 Mio. EUR an Umsatz verzichtet), doch dürfte das jetzige Ausmaß an negativem Belastungseffekt auf die Ertragsentwicklung in diesem Jahr die meisten Investoren doch negativ überrascht haben. Auch sei die FY-Guidance wohl kaum noch zu halten. Laut Aussage des Vorstands seien die operativen Jahresziele für den Konzern nur noch unter der Voraussetzung knapp erreichbar, dass es in Q4/2010 zu einer Erholung des serbischen Geschäfts komme, was die Analysten derzeit als unwahrscheinlich erachten würden.
Ferner könnten weitere belastende Sondereffekte hinzukommen, wenn es dem Unternehmen im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms nicht gelinge, die zur Disposition stehenden Produktionsstätten in Russland zu verkaufen, sondern eine Schließung erfolgen müsse.
Ihre Schätzungen für das Gesamtjahr hätten die Analysten nach unten angepasst. Auch ihr Kursziel hätten sie deutlich reduziert von 32 EUR auf nun 24 EUR. Kurzfristig würden aus Sicht der Analysten positive Treiber fehlen, die sich positiv auf die Aktienkursentwicklung auswirken könnten. Eine schnelle Verbesserung der Lage in Serbien würden sie nicht sehen und auch in Deutschland bleibe das Marktumfeld unverändert schwierig.
Für 2011 seien die Analysten dagegen wieder optimistischer. Dann dürften die positiven Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm deutlich sichtbar werden. Zudem würden die Analysten eine Stabilisierung bzw. leichte Verbesserung der Marktsituation in Deutschland erwarten. Auch sollten die Liquiditätsprobleme in Serbien allmählich abebben.
Das Anlageurteil der Analysten vom Bankhaus Lampe für die STADA-Aktie lautet nun "halten". (Analyse vom 29.09.2010) (29.09.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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